Zuletzt hatte der Handballsport am Niederrhein durch die Insolvenzen der HSG Düsseldorf und des DHC Rheinland für negative Schlagzeilen gesorgt. Dass es auch anders geht, zeigte nun das dreitätige Qualifikationsturnier in der Krefelder Sporthalle Glockenspitz. „Das war wirklich Werbung für den Handballsport am Niederrhein“, freute sich Organisator Carsten Feld, Vater von Junioren-Nationalspieler Alexander.
Von allen Seiten erntete der SSV Krefeld-Gartenstadt, der dieses Turnier gemeinsam mit der Stadt Krefeld ausrichtete, Lob für die perfekte Organisation und die perfekten Bedingungen. An den drei Ostertagen kamen mehr als 5.500 Zuschauer in die Sporthalle Glockenspitz. „
Damit wurden meine Erwartungen bei weitem übertroffen“, erklärte Carsten Feld am Dienstagmorgen. „Ich hatte mit rund 800 Zuschauern pro Tag gerechnet.“
Unter den Zuschauern versammelte sich natürlich auch viel Handballprominenz. So wurden die ehemaligen Lemgoer Markus Baur und Daniel Stephan ebenso wie Ex-Nationalspieler Nils Lehmann oder HaDe Schmitz, Coach des Bergischen HC, in der Sporthalle Glockenspitz gesichtet. Auch einen Lokalmatador zog es an allen drei Tagen zum Qualifikationsturnier: Uli Weiler, der nicht nur Damen-Bundestrainer war sondern unter anderem auch den Männerbundesligisten HSV Düsseldorf betreute, ist aktuell Coach der Verbandsliga-Handballerinnen des SSV Krefeld-Gartenstadt.
Auch DHB-Jugendkoordinator Christian Schwarzer, der das Team gemeinsam mit Heiko Karrer betreute, war voll des Lobes. „Die Meßlatte für andere Turniere liegt nun sehr hoch“, er
klärte der ehemalige Weltklasse-Kreisläufer, der unter anderem für den TV Niederwürzbach in der Handball-Bundesliga spielte. Schwarzer lobte auch die optimalen Bedingungen, die er sowohl während des Turniers als auch schon in der Vorbereitung vorfand. So standen dem DHB-Team zwei Hallen zur Verfügung. Hotel und Hallen trennten nicht einmal eine zehnminütige Fahrzeit voneinander.
„Ich blicke mit großem Stolz auf dieses Turnier zurück“, sagte Carsten Feld am Dienstagmorgen, nachdem er das Team der Ukraine noch abschließend zum Flughafen begleitet hatte. „Der Aufwand hat sich gelohnt. Ich könnte bereits morgen wieder mit der nächsten Organisation einer solchen Veranstaltung beginnen.“
Vergessen hat Carsten Feld aber auch all die helfenden Hände nicht. „Unglaublich, was die vielen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen geleistet haben“, freute sich der 1. Vorsitzende des SSV Krefeld-Gartenstadt über dieses Engagement. „Ohne sie wäre dieses Turnier nicht möglich gewesen. Ich kann bei allen nur recht herzlich für die Unterstützung bedanken. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Krefeld war perfekt.“ Das größte Kompliment dürfte aber für alle die lobenden Worte der teilnehmenden Nationen und der Zuschauer für das großartige Turnier gewesen sein. Es war eine großartige Werbung für den am Niederrhein schon totgesagten Handballsport.
Artikel übernommen von www.handball-world.com
Bei der Sportlerehrung im Business Club des KönipPalast in Krefeld, wurde Alexander Feld durch den Oberbürgermeister Gregor Kathstede als Krefelder Sportler für seine Teilnahme an der Junioren Handball Weltmeisterschaft in Argentinien geehrt.
„Dieses topbesetzte Turnier in Portugal ist die perfekte Vorbereitung auf die EM-Qualifikation im April, da es im gleichen Modus ausgetragen wird“, sagt DHB-Trainer Christian Schwarzer. Vom 13. bis 15. Januar weilten die Junioren des DHB beim Vier-Nationen-Turnier in Porto, wo sie neben Gastgeber Portugal noch auf Frankreich und Spanien trafen. Portugal, das generell über eine gute Nachwuchsarbeit verfügt, trotzte dem deutschen Team bei der letzten WM-Qualifikation im vorigen Jahr ein Unentschieden ab, Frankreich reist als Silbermedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele der Jugend 2010 an und Spanien trat als amtierender Vize-Welt- und Europameister an. Zudem warfen sie Deutschlands Junioren bei der letzten Weltmeisterschaft in Argentinien im Viertelfinale aus dem Rennen.


